ROCKGESCHICHTEN | 1978 |  

 

 

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Buchtipp 1978

Fieberkurve

     
NACHRICHTEN AUS ALLER WELT

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Am 10. Januar wird der Regimekritiker P. J. Chamorro auf offener Straße in Managua erschossen. Damit beginnt der Aufstand gegen das Somoza-Regime in Nicaragua.

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Der US-Dollar fällt am 1. März erstmals unter zwei Mark.

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Der baden-württembergische Ministerpräsident Hans Filbinger muss wegen Todesurteilen, die er in der Endphase des Zweiten Weltkriegs aussprach, zurücktreten. Lothar Späth tritt die Nachfolge des ehemaligen Marine-Richters an.

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In Italien entführen und ermorden Rote Brigaden Aldo Moro, den Vorsitzenden der Christdemokraten.

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Der ehemalige pakistanische Staatspräsident Bhutto wird am 18. März zum Tode verurteilt. Das Urteil wird kurz darauf vollstreckt.

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Am 25. Juni erringt Argentinien durch ein 3:1 nach Verlängerung gegen Holland die Fußballweltmeisterschaft.

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Quelle: AUDIO

Ein Film und seine Musik sorgen für Furore: Saturday Night Fever heißt der New Yorker Disco-Streifen, der Hauptdarsteller John Travolta (Foto) über Nacht zum Superstar und die Discos zum Mittelpunkt der Popwelt macht ' Hinter diesem Boom stehen ein gewiefter Manager und ausgefuchste Musiker: Robert Stigwood, Manager von Eric Clapton und den Bee Gees sowie Chef der Plattenfirma Robert Stigwood Organisation, die mit dem Soundtrack groß absahnt.

Darüber hinaus beherrscht die Familie Gibb den Popmarkt: Als Bee Gees feiern die drei Brüder 1978 Hit auf Hit: Night Fever, Staying Alive (beide aus dem Soundtrack Saturday Night Fever ausgekoppelt) und Too Much Heaven klettern alle auf den ersten Platz. Der jüngere Bruder Andy schafft mit der Unterstützung seiner älteren Brüder natürlich - mit (Love Is) Thicker Than Water und Shadow Dancing ebenfalls beide Male den Platz an der Sonne. Und komplettiert wird die Dominanz der Gibbs durch die Tatsache, daß sie auch für Grease, John Travoltas zweite Disco-Schnulze, die Musik schreiben: Der Titelsong von Frankie Valli stammt aus der Feder von Barry Gibb.

Bei all dem Disco-Gedröhn geht fast unter, daß die Rolling Stones mit Some Girls ihr bestes Album seit Jahren vorlegen, auf dem sie rocken wie in den 60ern. Oder daB The Who mit Who Are You ebenfalls Rockmusik vom Feinsten anbieten. Oder daß in Deutschland erstmals eine eigenständige Rockkultur heranwächst, die mit den Punks vom Schlage Hans-A-Plast oder den Vorläufern der Neuen Deutschen Welle auch musikalisch zeigt, wo der neue Sound herkommt. Die erfolgreichsten Pop-Exporte aus der Bundesrepublik sind aber vier Jarnaikaner und -innen: Unter dem Namen Boney M. produzieren sie Hit auf Hit. Da interessiert es kaum, daß die vier im Studio nur sporadisch zu Wort kommen. Denn Produzent Frank Farian spielt die Musik komplett im Alleingang ein. Nur auf der Bühne dürfen die vier auch singen. Wen stört's, solange der Erfolg da ist?


   
 

 
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© 2000-2009 Wim 

Seite zum letzten Mal aktualisiert am: 08. Juni 2009

     

 

 


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