ROCKGESCHICHTEN | 1958 |  

 

 

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Bill Haley

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Buchtipp 1958

Elvis zum Militär

NACHRICHTEN AUS ALLER WELT

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Die USA schießen am 1. Februar mit Explorer I einen Sateliten ins All.

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Der Schah von Persien trennt sich am 14. März von seiner Gattin Soraya weil sie keine Kinder bekommen kann.

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Die Brüsseler Weltausstellung, mit dem Wahrzeichen Atomium wird am 7. März eröffnet.

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Nikita Chruschtschow wird am 27. März Ministerpräsident der UdSSR.

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Charles de Gaulle wird am 1. Juni zum Ministerpräsidenten Frankreichs gewählt.

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Bei der Fußball-WM in Schweden scheidet das Team Sepp Herbergers durch ein 1:3 gegen Schweden aus; Weltmeister wird Brasilien (5:2 gegen Schweden).

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Das amerikanische Atom-U-Boot Nautilus unterquert am 4. August den Nordpol.

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Am 1. Oktober kommt Elvis Presley in Bremerhaven an

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Das Jahr beginnt mit einem Schock: Elvis Presleys Einberufung zum Militärdienst in der Bundesrepublik! Nach einer 60-tägigen Gnadenfrist, in der er seinen vierten Film "King Creole" abdrehte, zähmt ein Friseur Elvis und dessen Locken, die er danach einzeln per Post verkauft. "Colonel" Tom Parker hat das Image des Rebellen, das Elvis besaß, längste zerstört: The King ist nun ohne seine Kleider und muß sich wie alle anderen fügen - vor allem um den Verkauf seine Platten zu fördern. Auch wenn Elvis für den Rock noch nicht ganz verloren ist, so ist es doch mit dem Mythos, den er einmal verkörperte, vorbei. Statt dessen wird er von den Medien als treusorgender Familienvater präsentiert (er ist inzwischen mit Priscilla, der Tochter eines Colonels verheiratet), der hart unter der Knute seines Managers arbeiten muß. Was macht es da schon, daß besagte Arbeit aus einer ununterbrochenen Abfolge wirklich schlechter Filme besteht.....

Die Hits des Jahres landen die netten Jungs und Mädels von nebenan: Frankie Avelon, Fabian und Connie Francis Mit den Rock'n'Roll Marke Elvis hat das nur wenig zu tun. Die cleveren Unternehmenr aus der Musikbranche haben die Zeichen der Zeit erkannt und handeln danach - die Highschool-Ära bricht an.

Glücklicherweise gibt es noch Chuck Berry, der nach wie vor für Stimmung sorgt. Sein Hit des Jahres heißt Johnny B. Goode und ist eine Hymne der neuen Musik.1958 erschien sein Hit Sweet Little Sixteen, bis zum heutigen Tag ein Meilenstein des Rock'n'Roll. Kaum einer der großen Rock- und Beatmusiker Anfang der 60er Jahren nannte nicht Chuck Berry als sein großes Vorbild. Ob Beatles oder Rolling Stones - sie spielten in ihren Anfangstagen Titel von ihm auf Platte nach. Chuck Berry war ein einflußreicher Gitarist. So spielen wie er, das wollten John Lennon und Keith Richards.
Die Everly Brothers landen Hits mit All I Have To Do Is Dream sowie Bird Dog, und aus Kalifornien kommen Danny & The Juniors (At The Hop) und beweisen gerade noch rechtzeitig, daß auch weiße Jungs Doo-Wop singen können: Den ansonsten beherschen die Coasters (Yakety Yak und Splish Splash) und die Olympics (Western Movies) das Geschäft - alles Schwarze.
Dafür geben bei den Instrumentalisten die Weißen den Ton an: Duane Eddy (Rebel Rouser), Eddie Cohran (Summertime Blues), The Champs (Tequilla)und Link Wray räumen mit Ihren Gitarren und der Orgel ab.

In Großbrittanien hatte das Fernsehen ebenfalls großen Anteil bei der Entwicklung der Rock- und Popmusik. Im Juni startete der talentierte Produzent Jack God mit Oh Boy! die erste große Rock'n'Roll-show auf dem Bildschirm. Moderiert wurde die Sendung von Marty Wilde, der die Nachfolge Tommy Steeles als führender Rocker des Landes angetreten hatte. Das britische Publikum orientierte sich duraus nicht sklavisch an amerikanische Trends: Marvin Rainwaters Whole Lotta Woman gelangte niemals unter die amerikanische Top 50, kam in England aber auf Platz 1. Es gab sogar eine brittische Antwort auf Elvis Presley. Sie hieß Cliff Richard; am 13. September 1985 hatte er sein Debüt bei Oh Boy! In Europa zum großen Star avanciert, ließ er US-Künstler wie Fabian oder Franky Avalon keine Chance. Cliff dominierte die Musikszene bis zum Auftauchen der Beatles und überdauerte letzten Endes sogar die Fab Four. Er taucht in England mit der ersten richtigen Rock'n'Roller auf: Move It ist der Startschuß für seine Karriere.
Hierzulande regiert Fred Bertelmann als "Der lachende Vagabund" die Hitparaden: 11 Wochen auf Platz 1

 

 
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© 2000-2009 Wim 

Seite zum letzten Mal aktualisiert am: 08. Juni 2009

     

 

 


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